Vegane Ernährung

Update 4 (Mitte November 2021): Käse bleibt nach wie vor das letzte ungelöste Problem bei der veganen Ernährung. Alle veganen Käse-Alternativen (außer vielleicht der eine oder andere streichfähige Frischkäse) sind geschmacklich auf die Dauer unerträglich. Also gibt es jetzt wieder, in sehr kleinen Mengen Brie de Meaux, Gruyère und Manchego mit Trüffeln – Hmmmmm.

Update 3 (Mitte Juli 2021): Käse ist nach wie vor die geschmackliche Herausforderung. Aus der Nähe von Paris habe ich mir ein Probepaket mit sechs Sorten Käse, davon drei als Streichkäse und drei wie Camembert schicken lassen. Der Preis war unanständig und das geschmackliche Ergebnis ernüchternd – wenn selbst die internationalen Käsespezialisten (Franzosen) das noch nicht hinbekommen, dann ist es eben noch nicht so weit mit dem Käseersatz. Die erste Mondlandung musste schließlich auch lange vorbereitet werden. Ansonsten hat sich mein anfängliches Abnehmen beim Normalgewicht stabilisiert. Frühstück ist immer öfter ein Müsli oder Porridge, mittags gibt es schmackhafte Bowls oder feine Zubereitungen aus den Kochbüchern, und abends ist dann auf jeden Fall das selbstgebackene Brot mit selbstgemachten Aufstrichen an der Reihe. Läuft …

Update 2 (Ende Mai 2021): Der vergane Käse ist geschmacklich auf die Dauer leider langweilig. Der freitägliche Knoblauchquark hat mittlerweile einen sehr guten Geschmack und die gewünschte Konsistenz. Beim Käse hilft nur, ständig neue Produkte zu probieren. Scheibenkäse mit Bockhornklee ist mal eine Variante. Fleisch vermisse ich immer noch nicht. Aber der Knaller ist die Veränderung meiner seit 1994 bestehenden Pollenallergie (Gräser- und Baumpollen) – sie ist überwiegend weg. Die vegane Ernährung hat meinem Immunsystem wahrscheinlich einen guten Dienst erwiesen. Ich habe eine ca. 700 Quadratmeter große Rasenfläche mit dem Rasenmäher gemäht und war völlig beschwerdefrei: kein Naselaufen, kein Augentränen und keine Atemnot!

Update 1 (Ende April 2021): Die vegane Ernährung schmeckt mir gut und ich habe in den vergangenen 6 Wochen immerhin 3 Kilogramm abgenommen. Mittlerweile schätze ich veganen(!) Feta, Quark, Scheibenkäse, Parmesankäse und natürlich Schokolade. Die veganen GrillFleisch-Ersatzprodukte waren allesamt ein Graus – also bisher war alles nach meinem Geschmacksempfinden völlig ungenießbar.

Im März 2021 habe ich begonnen, mich möglichst gesund zu ernähren, indem ich auf alle Lebensmittel verzichte, die tierischen Ursprungs sind. Fleisch, Fisch und Milch sind jetzt tabu.

Mit den drei veganen Kochbüchern oben auf dem Beitragsbild bleibt kein Wunsch offen – wer damit keine schmackhafte und abwechslungsreiche Ernährung hinbekommt ist selber schuld.

Markus Bolik

Frisches Gemüse und Obst, dazu Berliner Leitungswasser und immer frisches selbst gebackenes Sauerteig- und manchmal Hefebrot (Baguette aus Langzeitführung) – es ist nicht wirklich unmöglich, das mit etwas Willensstärke hinzubekommen. Es gibt mittlerweile ein großes Angebot an veganen Produkten, die schmackhaft und nahrhaft sind. Geschmacklich muss man bei einer veganen Ernährung auf fast nichts verzichten.

Vitamin D3 liefert das kurze tägliche Sonnenbad, nur Vitamin B12 führe ich später als Nahrungsergänzung zu. Wegen der Kürze meiner veganen Ernährung ist das allerdings noch nicht so dringend erforderlich.

Nicht mehr persönlich für das unendliche Leid von Massentierhaltung und den Folgen wie quälenden Tiertransporten und Dauer-Massakern in Großschlachthöfen verantwortlich zu sein, ist äußerst befreiend und fühlt sich so angenehm menschlich an …

Markus Bolik, März 2021
(inspiriert von dr. rüdiger dahlke, gräfe und unzer, „peace food“)