Filter-Kaffeemaschine

Moccamaster KBGT 741 silber (WebSite des Herstellers)

Vorbemerkung: Beim Auspacken der neuen Maschine wirkten die Kunststoff-Teile, mit Blick auf den ansonsten aus Metall gefertigten Korpus und die Edelstahl-Thermoskanne, etwas billig. Der Eindruck verflüchtigt sich aber, wenn die dominante Funktionalität und Reparabilität mitbetrachtet werden.

Die einzelnen Merkmale unterscheiden die Maschine von sehr vielen anderen Filter-Kaffeemaschinen und in der Summe unterscheidet sich der Moccamaster von ALLEN Filter-Kaffeemaschinen:

  • Die Maschine wird in Holland in Handarbeit gefertigt.
  • Der Hersteller gibt eine Garantie von 5 Jahren.
  • Der Preis von 193 Euro ist angemessen (preiswert).
  • Die Maschine ist für den versierten Laien reparierbar und Ersatzteile einschließlich verständlicher Reparaturanleitungen sind über den Onlineshop erhältlich.
  • Es wird eine konstante Brühtemperatur von 94°C im Brühgut erreicht.
  • In ca. 6 Minuten sind 1,25 Liter Kaffee fertig gebrüht.
  • Der Brühvorgang geschieht sehr leise, also ohne das übliche „Fauchen“.
  • Das Brühwasser wird über Öffnungen in einer „Brause“ über das Mahlgut sehr gleichmäßig verteilt.
  • Der Kaffee läuft in eine Edelstahl-Thermoskanne, die später beim Ausgießen nicht tropft oder kleckert.
  • Die fehlende Warmhalteplatte bedingt eine Energieeinsparung.
  • Nach dem Brühvorgang schaltet sich die Brüh-Einheit des Moccamaster ab.
Moccamaster in Aktion – Filter-Abdeckung ist für das Foto abgenommen.

Wie kommen wir zu „unserem“ Kaffee-Genuss mit dem Moccamaster?

  • Gefiltertes (also kalkfreies) Wasser für 10 Tassen in den Wasserbehälter einfüllen.
  • Papier-Filtertüte an den Nahtstellen je einmal falten.
  • Filterhalter mit eingelegter Papier-Filtertüte mit kalten Wasser einmal ausspülen und das Wasser verwerfen (nicht durchlaufen lassen).
  • 50 Gramm Qualitäts-Kaffee-Bohnen (nicht zu dunkel geröstet) mit einer Hand-Kaffee-Mühle genussvoll wie früher mahlen. Wir nehmen eine milde Röstung für Café-Crema. Ich klemme die Mühle zwischen den Knien ein. Das hat meine Oma aus Leer (Ostfriesland) auch immer gemacht, wenn wir zu Besuch waren und es zur Feier neben dem obligatorischen Tee auch „echten Filterkaffee“ gab.
  • Das gesamte Mahlgut in die ausgespülte Papier-Filtertüte schütten.
  • Brühwasser-Brause platzieren und Maschinen-Deckel aufsetzen.
  • Den Moccamaster einschalten.
  • Ruckzuck beginnt der leise blubbernde Brühvorgang.
  • Mit einem Kaffee-Löffel rühre ich ganz bedächtig im Filter, um den vollen Geschmack aus dem Mahlgut „herauszuholen“.
  • Nach 6 Minuten ist das letzte Brühwasser im Filter, nach ca. 9 Minuten ist der Kaffee vollständig in die Thermoskanne gelaufen.
Crema Blonde von Tchibo, eine milde Röstung
Die Edelstahl „Brause“ verteilt das Wasser gleichmäßig im Filter.

Mit etwas Roh-Rohrzucker (fair gehandelt) und etwas Bio-Hafermilch (OAT-LY! ohne Zusätze) runde ich den fruchtig- kräftigen Kaffee-Geschmack ab. Was für ein unerwarteter neuer Genuss – der Kaffee hat uns bisher unbekannte und sehr angenehme Geschmacksnoten entfaltet. Keine Spur von Bitterkeit oder Säure – einfach nur Kaffee-Genuß!

Fazit: Besonders empfehlenswert!