11. Dezember 2019

Sächsischer Stollen

Von MarkusBolik

Dieses Prachtexemplar eines Stollens hat Björn (Leipzig) nach altem Familienrezept gebacken. Das Rezept wird sorgsam von Generation zu Generation weitergegeben.

Puderzucker und Butter verbinden sich …

Das sind die erlesenen Zutaten: feinstes Weizenmmehl in Bio-Qualität, Zucker aus heimischen Zuckerrüben, Puderzucker, Kristallsalz und Gänseschmalz aus dem Leipziger Land, Bio-Milch mit natürlichem Fettgehalt aus Mecklenburg-Vorpommern, reichlich gute Butter aus dem Vogtland und sonnenverwöhnte hochwertige Rosinen. Dazu kalifornische Mandeln, frische Bäckerhefe und original kubanischer Rum, feine Gewürze wie Kardamom, Zimt, Vanillemark aus echten Vanilleschoten und Muskat, dazu sizilianische Orangen und Zedernfrüchte vom italienischen Händler des Vertrauens.

Ein Meer von saftigen Rosinen …

Der Stollen präsentiert sich mit seiner dicken Puderzucker-Schicht wie eine eingeschneite Winterlandschaft. Doch nun gilt es, das gute Stück anzuschneiden – ein entschiedener Schnitt durch das Werk, und es offenbart sich ein erster zurückhaltend süßer Duft nach Mandeln und saftigen reifen Rosinen mit fruchtigen Noten.

Auf der Zunge ein erstes Wechselspiel zwischen prägnant süßem und doch leicht salzigem Anklang, tiefschürfend durchdringen Mandelnoten die von der Fruchtsüße getriebenen Schwingungen am Gaumen, breiten sich vehement aus, um schließlich der balsamischen Butternote den gebotenen Raum zu geben.

Erfrischende Fruchtkörpernoten der Orangen, gepaart mit seidenweich schwebenden Vanillenuancen vereinen sich mit dem Hauch von Rum und bilden das markig-ausgewogene Finale. Der voluminöse Butterduft klingt herrlich lange nach.